Es gibt kein einzelnes, eindeutiges Merkmal, das einen Riss eindeutig als Luchsriss identifiziert. Allerdings lässt die Kombination verschiedener Merkmale an dem toten Tier auf den Luchs als Beutegreifer schließen. In der Regel tötet der Luchs sein Opfer durch einen gezielten Kehlbiss, so dass als einzige Spuren durch die Eckzähne verursachte Löcher zu sehen sind. Ansonsten erscheint das Beutetier völlig unverletzt. Vereinzelt können auch Kratzspuren am Körper des Beutetiers gefunden werden, wenn man dem Tier die Haut abzieht.
Da der Luchs Muskelfleisch bevorzugt, beginnt er meist am Hinterschenkel seines Beutetiers zu fressen und arbeitet sich dann die Wirbelsäule entlang nach vorn. Dabei kann die Haut der Beute über deren Kopf gezogen werden. Untypisch für den Luchs ist ein Abtrennen des Kopfes sowie das Öffnen der Bauchdecke, was eher für hundeartige Raubtiere, z.B. Fuchs und Wolf, typisch ist.