Rothirsche, Rehe und Luchse bekommen GPS-GSM-Halsbbandsender. Die Ortsbestimmung der Tiere funktioniert mittels dem Global Positioning System (GPS). Das heißt, der im Halsband eingebaute Sender versucht in definierten Abständen Kontakt zu wenigstens drei Satelliten zu bekommen, um den Aufenthaltsort zu bestimmen. Nach 7 erfolgten Peilungen versucht das Global System for Mobile Communication (GSM) eine SMS über das Netz von T-Mobile an die Empfangsstation zu schicken. Diese befindet sich in der Nationalparkverwaltung in Grafenau. Mittels dieser Station ist es ebenfalls möglich Kontakt mit dem Halsband aufzunehmen, um z.B. die Zeitabstände zwischen den Peilungen zu ändern.
Die Daten über die Aktivität des Tieres und die Temperatur werden alle fünf Minuten erhoben und auf einem integrierten Chip gespeichert (Store-on-Board-Technik).
Die Drop off - Funktion ermöglicht es durch ein Funksignal das Halsband jederzeit von dem Tier „abzusprengen“ – der Verschluss (Drop-off) löst sich und das Halsband fällt ab. Somit ist gewährleistet, dass die Aktivitäts-, Höhen- und Temperaturdaten ausgelesen werden können, das Tier muss nicht wiedergefangen werden und trägt den Halsbandsender nicht länger als nötig. Aufgrund des hohen Gewichtes des Drop-off wird diese Technik bisher nur bei den Rothirschsendern eingesetzt.