Der Wolf (Canis lupus) galt seit dem 19. Jahrhundert in Mitteleuropa als ausgestorben. Im Gegensatz zum Luchs hat er es noch nicht geschafft sich hier im Bayerischen Wald wieder anzusiedeln. Da der Wolf hier aber heimisch war, soll auch er kurz portraitiert werden. Es gibt weltweit viele verschiedene Wolfsarten. Canis lupus kommt in Deutschland wieder in der Lausitz vor. http://www.wolfsregion-lausitz.de/
Ein Wolfrudel in freier Wildbahn setzt sich aus den Elterntieren (weiblich: Fähe; männlich: Rüde), den Welpen und den letztjährigen Jungtieren zusammen. Je nach Mortalitäts-, Geburts- und Abwanderungrate besteht ein Rudel aus 5-10 Tieren. Die Reviergröße vom Wölfen in Mitteleuropa umfasst 150-350km². In der Wolfsregion Lausitz kommen drei Wölfe pro 100km² vor.
Im Gegensatz zum Einzelgänger Luchs, einem Ansitz- und Pirschjäger, sind Wölfe als Rudeltiere sogenannte Hetzjäger, die in Gemeinschaftsarbeit Beute machen.
Als Rudeltiere sind Wölfe „Kommunikationsspezialisten“, d.h. sie haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Sie drücken ihre Stimmung und Rangstellung durch Mimik, Körpersprache, Duftstoffe und Lautäußerung klar aus. Wer kennt nicht das schaurig schöne Wolfheulen? Damit markieren die Tiere ihr Revier, nehmen Kontakt zu Artgenossen auf und festigen ihre soziale Bindung.
Von Januar-März findet die Ranzzeit (Paarungszeit) statt. Nach einer Tragezeit von 62-64 Tagen werden ca. 4-6 Welpen geboren. Sie werden 6-8 Wochen gesäugt. Geschlechtsreif werden Wölfe mit ca. 22 Monaten.
